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Bundestagsabgeordnete Christine Scheel, Grüne, Mitglied des
Finanzausschusses, äussert sich bei
www.abgeordnetenwatch.de
| die Antwort |
28.11.2007
Antwort von
Christine Scheel
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Sehr geehrter Herr
Martins,
vielen Dank für Ihre Fragen. Ich nehme an, dass sie sich
bei Ihren Fragen zur Umsatzsteuer darauf beziehen, dass
bei der Umsatzsteuer-Nachschau das Grundrecht der
Unverletzlichkeit der Wohnung eingeschränkt wird. Ich
kann Ihren Ärger gut verstehen und habe die Regierung
hierzu bereits um eine Stellungnahme gebeten. Diese
steht aber noch aus. Vermutlich wird es aber leider so
sein, wie bei anderen Problemen auch: Die Regierung
sitzt sie aus, bis einschlägige Urteile vorliegen. Ich
lehne diese Verzögerungsstrategie ab, allerdings teile
ich nicht Ihre Auffassung, dass deshalb das gesamte
Umsatzsteuergesetz nichtig ist.
Ihre Kritik an der Erhöhung der Umsatzsteuer um 3
Prozentpunkte ab dem 1.1.2007 kann ich aber wiederum
sehr gut nachvollziehen. Wir Grünen haben uns gegen
diese Umsatzsteuererhöhung gestellt und halten sie auch
weiterhin für falsch, weil sie vor allem kleinere
Einkommen und Familien belastet und die konjunkturelle
Entwicklung bremst.
Prof. Paul Kirchhof schätze ich und habe auch
verschiedentlich seine interessanten Vorschläge zur
Vereinfachung des Steuerrechts mit ihm diskutiert. Ich
bin mir mit Prof.Kirchhof einig, dass ein kompliziertes
Steuerrecht vor allem denen nutzt, die sich gute Berater
leisten können, die sich im Paragrafen-Dschungel
zurechtfinden. Das ist letztlich ungerecht. Wir Grünen
setzen uns deshalb für eine deutliche Vereinfachung des
Steuerrechts ein. Wir wollen beispielsweise die
verschiedenen Einkunftsarten stärker zusammenfassen und
wir wollen viel stärker pauschalieren. Leider geht die
Steuerpolitik der Großen Koalition hier völlig in die
falsche Richtung, wie zum Beispiel durch die Halbierung
des Sparerfreibetrages oder die Streichung der
Entfernungspauschale auf den ersten 20 Kilometern.
Viele Grüße
Christine Scheel |
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unsere
Antwort
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